Der Mensch ist eine Ganzheit
Wir Menschen bestehen nicht nur aus einem Körper. Gefühle, Psyche, Gedanken und Potenziale gehören genauso zu uns. Deshalb sollten auch alle diese Bereiche einbezogen werden, wenn es um unser Wohlbefinden geht. Sich nur auf den Körper zu konzentrieren, reicht bei Weitem nicht aus.
Die Haltung zum Leben, der Glaube an sich selbst, Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit und die Bereitschaft zur Veränderung spielen eine wichtige Rolle dabei, gesund und zufrieden zu sein.
Wie sieht es in deinem Alltag aus, im Beruf, in der Familie, im Haushalt, in deiner Freizeit? Auch dort kannst du Körper, Geist und Seele zusammenbringen.

„Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.“
Thich Nhat Hanh
Bewege deinen Körper
Dein Körper ist nicht dafür gemacht, jeden Tag acht Stunden am Schreibtisch zu sitzen. Er will bewegt werden. Früher waren Menschen den ganzen Tag auf den Beinen, heute verbringen viele berufsbedingt mehr Zeit im Sitzen als in Bewegung. Regelmäßige Bewegung tut deshalb nicht nur dem Körper gut, sondern kann auch Stimmung und Schlaf positiv beeinflussen.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, also zum Beispiel dreimal 50 Minuten oder fünfmal 30 Minuten.
Du weißt nicht, welche Sportart du machen sollst? Probier verschiedene aus. Wichtig ist, dass sie dir Freude macht. Teamsportarten können durch das Miteinander besonders motivierend sein.
Bau Bewegung auch in deinen Alltag ein: Fahr mit dem Rad zur Arbeit oder nimm die Stiegen statt Lift und Rolltreppe.

Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur, die deinen Körper aufrecht hält. Und eine aufrechte Haltung fühlt sich oft auch innerlich anders an.

Du bist, was du isst
Ohne Treibstoff fährt kein Auto. Auch der Mensch braucht Energie, und die Ernährung liefert sie. Wer sich dauerhaft unausgewogen ernährt, fühlt sich auf Dauer meist schlechter als mit einer ausgewogenen Ernährung. Gesund zu essen muss nicht kompliziert sein: viel Gemüse und Obst, Vollkorn, ausreichend Wasser und möglichst wenig stark verarbeitete Lebensmittel sind ein guter Anfang.
Erhole dich ausreichend
Wer ausreichend schläft, gibt dem Körper Zeit, sich zu regenerieren.
Typische Tipps für besseren Schlaf kennst du vielleicht:
- feste Zubettgehzeiten
- die richtige Raumtemperatur
- einige Stunden vor dem Schlafengehen keine koffeinhaltigen Getränke
- nicht zu spät zu Abend essen
Diese Tipps haben ihre Berechtigung. Oft gehen Schlafprobleme aber mit Stress einher und damit, nicht abschalten zu können.
Entspannen ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch lernen und verbessern kann. Eine gut untersuchte Methode dafür ist die progressive Muskelentspannung, zu der es bei vielen Krankenkassen kostenlose Anleitungen gibt. Wer sich bewusst entspannen kann, schläft oft erholsamer.

Viele versuchen, am Schlaf zu sparen, und schaden sich damit selbst. Zu wenig Schlaf kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, weniger Selbstdisziplin und geringerer geistiger Leistungsfähigkeit führen. Achte deshalb darauf, genug zu schlafen. Anhaltende Schlafprobleme gehören ärztlich abgeklärt.

Im Idealfall hast du eine Arbeit, die dich erfüllt. Dann forderst du nicht nur deinen Geist, sondern tust auch deiner Seele etwas Gutes. Schließlich verbringen wir einen großen Teil unseres Lebens mit Arbeit.
Fordere deinen Geist
Wie stellst du dir deinen perfekten Ort vor? Viele denken an eine Urlaubserinnerung: „Ich liege am Strand und genieße die Sonne.“ Mein innerer Rückzugsort, den ich in meiner Mentalcoach-Ausbildung gefunden habe, ist eine Höhle im Nirgendwo, umgeben von Urwald, in der Nähe eines Wasserfalls.
Sonne, Strand und Meer sind für ein paar Tage schön, aber irgendwann wird es den meisten langweilig. Unser Geist will gefordert werden. Ohne Aufgabe wird aus Langeweile schnell Frust. Deshalb ist es wichtig, Ziele zu haben und darauf hinzuarbeiten.
Probier Neues aus und bilde dich weiter. Lies Bücher und besuche Fortbildungen zu Themen, die dich interessieren. Nie war es so einfach, an Wissen zu kommen, wie heute.
Deine Seele sehnt sich nach dem, was du liebst
Finde heraus, was du gerne tust, und mach es regelmäßig. Nimm dir Zeit für dich selbst und achte darauf, dass deine Bedürfnisse Platz haben. Das kann zum Beispiel sein:
- Zeit mit Menschen, die dir guttun
- ein Dessert, das du dir einfach gönnst
- Sauna oder eine Massage
- Urlaub
- Zeit mit deinem Kind
- eine Folge deiner Lieblingsserie oder ein Spiel deiner Lieblingsmannschaft
- Meditation
Was dir Freude macht, weißt nur du. Im besten Fall wirkt das, was deine Seele nährt, auch auf Körper und Geist, zum Beispiel eine Arbeit, die dich erfüllt, oder ein Sport, der dir richtig Spaß macht.

Bei mir kam die Seele lange zu kurz. Überdiszipliniert versuchte ich, meine Ziele zu erzwingen, und strich fast alles, was mir Spaß machte, um die Zeit „sinnvoller“ zu nutzen. Rückblickend war ich damit wohl nicht weit von einer Erschöpfung entfernt, weil ich meine Bedürfnisse komplett ignoriert habe.
Achte deshalb darauf, dir ausreichend Zeit für dich zu nehmen und darin Dinge zu tun, die dir guttun.
Meiner Erfahrung nach ist genau das ein wichtiger Schlüssel zu einem zufriedenen Leben: Körper, Geist und Seele nicht gegeneinander auszuspielen, sondern alle drei ernst zu nehmen.
Wie ich Bewegung, Reflexion und Beratung in meiner Arbeit verbinde, findest du auf volker-ehmann.at. Ein kostenloses Erstgespräch ist ein möglicher erster Schritt.

„Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen.“
Oscar Wilde
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