Betriebliche Gesundheitsförderung im Kleinbetrieb: auch mit kleinem Budget möglich

Ein Team legt die Hände übereinander
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Warum Gesundheitsförderung gerade für kleine Betriebe zählt

In großen Konzernen gehört die betriebliche Gesundheitsförderung seit Jahren zur Unternehmenskultur. Auch viele Klein- und Kleinstunternehmen möchten mehr für die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, haben aber meist weder die personellen noch die finanziellen Ressourcen, um sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen.

Dabei ist Gesundheitsförderung gerade in kleinen Betrieben besonders wichtig. Fällt dort jemand länger krankheitsbedingt aus, kann der wirtschaftliche Schaden schnell groß werden. Oft ist genau diese Person die einzige Expertin oder der einzige Experte auf dem Gebiet, und Aufträge können nicht mehr termingerecht erledigt werden.

Kleine Unternehmen sind außerdem zunehmend vom Fachkräftemangel betroffen. Betriebliche Gesundheitsförderung kann dazu beitragen, die Fluktuation zu senken und als Arbeitgeber attraktiver zu werden.

Unterstützung von außen nutzen

Es gibt einige Möglichkeiten, auch mit kleinem Budget viel für die Gesundheit der Mitarbeitenden zu tun. Holen Sie sich zum Beispiel Unterstützung bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).

Was die ÖGK Niederösterreich für Unternehmen anbietet

Stand bei Erstellung dieses Beitrags (2021). Die aktuellen Angebote erfragen Sie am besten direkt bei der ÖGK.

Allgemeine Angebote:

  • Kostenloses Erstgespräch für alle niederösterreichischen Betriebe
  • Einstiegsberatungen mit Know-how-Transfer für BGF-Projekte
  • Teilnahme und Mitarbeit in der Projektsteuerungsgruppe
  • Fachliche Beratung und Unterstützung der Projektleitung in allen Phasen des Projektes (Planung, Fördermöglichkeiten, Gesundheitsberichte, Umsetzung, Evaluierung, Nachhaltigkeit)
  • Hilfestellung bei Förderansuchen (Fonds Gesundes Österreich)
  • Veröffentlichung erfolgreicher Projekte auf der Website der ÖGK Niederösterreich
  • Informationen und Publikationen in Fachzeitschriften und Presseaussendungen
  • Unterstützung bei der dauerhaften Verankerung von BGF im Betrieb

Speziell für Klein- und Kleinstbetriebe:

  • Durchführung des BGF-Modells „Kleinbetrieb“
  • Unterstützung bei einer schriftlichen Befragung zur Analyse der aktuellen Situation im Unternehmen (Ressourcen erkennen, Belastungen identifizieren)

Was viele Kleinbetriebe nicht wissen: Betriebliche Gesundheitsförderung kann gefördert werden, etwa über den Fonds Gesundes Österreich.

Ideen, die wenig kosten

Schließen Sie sich mit anderen Unternehmen zusammen.
Kleinunternehmen sind oft in einem Gebäude mit mehreren anderen kleinen Firmen oder in einem Gewerbegebiet angesiedelt. Organisieren Sie zum Beispiel gemeinsam einen Gesundheitstag. Oder nutzen Sie in Bürogebäuden gemeinsame Besprechungsräume, um Ihren Mitarbeitenden Kurse oder Massagen am Arbeitsplatz anzubieten.

Ermuntern Sie Ihre Mitarbeitenden zur Eigeninitiative.
Rufen Sie zum Beispiel einen regelmäßigen Lauftreff ins Leben. Oder stellen Sie einen Fitnesstracker zur Verfügung und veranstalten Sie eine Schritte-Challenge mit einem kleinen Preis für die Gewinnerin oder den Gewinner. Wenn es möglich ist, kochen und essen Sie gemeinsam oder stellen Sie einen Obstkorb auf. Das gemeinsame Mittagessen sorgt gleichzeitig dafür, dass Pausen eingehalten werden, was ebenfalls zur Gesundheit im Betrieb beiträgt.

Sie sehen: Auch mit wenig Aufwand und kleinem Budget können kleine Unternehmen viel für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden tun. Wichtig ist, einfach anzufangen und dranzubleiben.

Wie ich kleine und mittlere Betriebe bei Gesundheitsförderung, Workshops und Bewegungsangeboten begleite, finden Sie unter Für Unternehmen und Führungskräfte. Mehr über die Grundlagen lesen Sie im Beitrag Betriebliche Gesundheitsförderung: Nutzen für Mitarbeitende und Unternehmen.

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