Die fünf Rollen einer Führungskraft und warum gute Führung trotzdem kein Rollenspiel ist

Führungskräfte wissen längst, dass Fachwissen allein kein Garant für Erfolg ist. Menschen zu führen erfordert weit mehr als das Wissen über Werkzeuge. Trotzdem konzentrieren sich viele Ausbildungen stärker auf Methoden als auf den einzelnen Menschen.

Dabei nimmt jeder von uns im Leben ständig unterschiedliche Rollen ein, nicht hierarchisch gemeint, sondern nach Aufgabe und Verantwortung. Haben Sie sich schon einmal überlegt, in wie viele Rollen Sie als Privatperson jeden Tag schlüpfen?

Berufstätige, Vater oder Mutter, Partnerin oder Partner, Sohn oder Tochter, Freund, Vereinsmitglied, Elternvertreter, politisch Engagierte, Hundebesitzer und nicht zuletzt Sie selbst als Persönlichkeit, und vermutlich noch einige mehr.

Schreiben Sie einmal alle Rollen auf, die Sie aktuell im Leben einnehmen. Sie werden staunen, wie lang die Liste wird. Verwenden Sie dafür gern meine Vorlage.

In diesem Beitrag geht es um den Arbeitsalltag und die Position einer Führungskraft. Sie umfasst mehrere wesentliche Funktionen:

  • den überzeugenden Kommunikator
  • den fokussierten Manager
  • den empathischen Psychologen
  • den motivierenden Team-Leader
  • den effizienten Problemlöser

Allen diesen Funktionen gerecht zu werden, braucht Erfahrung, Menschenkenntnis und passende Aus- und Weiterbildung. Um Ihre Ziele als Führungskraft zu erreichen, sollten Sie wissen, in welchen Rollen Sie gerade tatsächlich aktiv sind.

Eine Führungskraft wird vor allem daran gemessen, wie sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden die Ziele ihres Bereichs erreicht. Daraus ergeben sich mehr Aufgaben, als man zunächst denkt:

  • Veränderungen, Prozesse, Strukturen, Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima gestalten
  • Mitarbeitende motivieren und in ihrer Entwicklung fördern
  • den eigenen Bereich repräsentieren und Ideen verkaufen
  • unternehmerisch denken und handeln
  • Visionen, Ziele und Strategien entwickeln und vermitteln
  • Innovationen anstoßen und umsetzen
  • gute Beziehungen aufbauen und zwischen unterschiedlichen Standpunkten vermitteln
Geschäftsmann plant am Schreibtisch
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Der Kommunikator

Er beherrscht nicht nur die Sprache, sondern setzt auch Körpersprache und Stimme passend zur Situation ein, um Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeitende zu überzeugen. Genauso wichtig ist bewusstes Zuhören, denn es fördert eine offene Feedbackkultur. Als Führungskraft vermitteln Sie, worauf Sie Wert legen, und sagen klar, was Sie von Ihrem Gegenüber erwarten.

Kommunikation kann motivieren, wenn man die richtigen Worte findet. Klarheit verhindert Missverständnisse, und Überzeugungskraft sorgt dafür, dass alle an einem Strang ziehen. Kommunikation ist eines der wichtigsten Führungsinstrumente.

Team bespricht sich am Laptop
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Der Manager

Als Manager wollen Sie effektiv und effizient arbeiten. Dafür gibt es bewährte Werkzeuge wie SMARTe Ziele, das Eisenhower-Prinzip, die ALPEN-Methode oder das Pareto-Prinzip. Die meisten Führungskräfte kennen und nutzen sie.

Was dabei oft vergessen wird, ist die körperliche Fitness. Was hat die mit Managementwerkzeugen zu tun? Ohne sie lässt die Leistungsfähigkeit auf Dauer nach, und das spürt man auch im Kopf.

Der Psychologe

In dieser Rolle geht es darum, Menschen mit ihren Unterschieden wahrzunehmen und ihnen empathisch zu begegnen, auch schwierigen Mitarbeitenden. Ein wichtiger Schlüssel dazu ist das Mitarbeitergespräch. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeitenden? Auch Teambuilding gehört dazu: Mitarbeitende sollen sich als Team verstehen und an einem Strang ziehen.

Der Team-Leader

Von Führungskräften wird erwartet, dass ihre Begeisterung auf das Team überspringt. Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden. Als Team-Leader geben Sie Richtung vor, delegieren Aufgaben und sorgen dafür, dass Pläne auch bei unerwarteten Schwierigkeiten umgesetzt werden. Dazu gehört die Frage, wie Sie einzelne Mitarbeitende nachhaltig motivieren, und die Fähigkeit, Ihren Führungsstil an die jeweilige Person und Situation anzupassen.

Älterer Mann zeigt lächelnd den Daumen nach oben
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Der Problemlöser

Als Problemlöser klären Sie Konflikte im Team und begleiten Veränderungen. Notwendige, manchmal unpopuläre Entscheidungen müssen umgesetzt werden. Wie Sie mit Konflikten umgehen und Veränderungen anstoßen, prägt Ihren Erfolg als Führungskraft wesentlich.

Nachdenklicher Geschäftsmann vor einem Problem
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Wir sind nicht im Theater

In Fachbüchern liest man oft von der Führungs-„Rolle“. Man kann die Aufgaben so ordnen, aber am Ende geht es nicht darum, als Schauspieler eine Rolle nach Unternehmensvorgabe zu spielen. Es geht darum, Führungsverantwortung mit der eigenen Persönlichkeit zu füllen. Das nennt man authentische Führung.

Dazu gehören eine klare Haltung und das Leben der eigenen Werte. Nicht immer ist das vollständig möglich. Oft sind schon Geschäftsführer durch Konzernvorgaben eingeschränkt, und die Führungskräfte darunter haben noch weniger Spielraum.

Wie geht es Ihnen in Ihrer Führungsaufgabe oder als Mitarbeiterin und Mitarbeiter? Können Sie Ihre Rolle so leben, wie es zu Ihnen passt?

Wie ich Führungskräfte dabei begleite, ihren eigenen Stil zu finden, finden Sie unter Für Unternehmen und Führungskräfte. Für ein erstes Gespräch erreichen Sie mich über die Kontaktseite.

Eine Antwort zu „Die fünf Rollen einer Führungskraft und warum gute Führung trotzdem kein Rollenspiel ist“

  1. […] zu führen. Im 1:1 Gespräch erfährt man sehr viel von seinem Gegenüber. In der Rolle des Kommunilator lebt man davon Informationen im Gespräch zielgerichtet und motivierend aufzusaugen aber auch […]

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