Führungskräfte wissen das Fachwissen alleine schon lange kein Garant für Erfolg ist. Menschen zu führen und zu leiten erfordert vielmehr als nur Wissen über Tools. In diversen Ausbildungen jedoch fokusiert man sich immer wieder vielmehr auf das einsetzen der Werkzeuge als auch auf die Komponente des individuellen Menschen.
Dabei nimmt jeder von uns im Leben immer wieder unterschiedlichste Positionen oder Rollen ein. Das meine ich im ersten Schritt nun gar nicht hirarchisch, sondern vielmehr in der Art der Aufgabe, der Verantwortung oder der Zusammenstellung welche wir eingehen. Haben sie sich schon einmal überlegt in welche Rollen sie als private Person tagtäglich hineinschlüpfen? Wenn man sein Umfeld so betrachtet und beleuchtet kommen dabei eine Menge an Rollen unter.
Das kann sein der Berufstätige, das Elternteil (Vater/Mutter), eventuell der Liebespartner, wir können Sohn/Tochter sein oder ein guter Freund, eventuell als Vereinsmitglied agieren, haben den Elternsprecher übernommen, sind politisch engagiert, haben einen Hund und dadurch sind sie Hundebesitzer, oder einfach SIE (als Persönlichkeit) und vermutlich noch viele mehr….
Versuchen sie einmal alle ihre Rollen, die sie aktuell in ihrem Leben einnehmen in einer Liste festzuhalten. Sie werden erstaunt sein wie lange diese Liste werden kann. Verwenden sie dazu am besten gleich meine Vorlage.
Nun möchte ich in diesem Blog aber eher den Fokus vertieft auf unseren Arbeitsalltag legen und auf die Position einer Führungskraft eingehen. Die Führungskraft ist wenn man so möchte als eine übergeordnete Bezeichnung zu sehen, wofür die Führungskraft steht und beinhaltet ein paar wesentliche Funktionen.
Da gäbe es den:
- überzeugenden Kommunikator
- fokusierten Manager
- motivierenden Team-Leader
- empathischen Psychologen
- effizienten Problemlöser
Nun alle dieser Funktionen auch wirklich gerecht zu werden bedarf es nicht nur an Erfahrung, auch Menschenkenntnis und diverse Aus- und Weiterbildungen helfen dabei dieser Mindestanforderung gerecht zu werden.
Um Ihre Ziele als Führungskraft zu erreichen, sollten Sie Klarheit darüber haben, in welchen verschiedenen Rollen Sie aktuell wirklich aktiv sind.
Eine Führungskraft wird ausschließlich daran gemessen, wie sie den Erfolg seines Verantwortungsbereichs sicherstellt. Und das heißt dann, zusammen mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ziele zu erreichen. Daraus ergeben sich vielmehr Themenbereiche an eine erfolgreiche Führungskraft als man annimmt:
- Gestalten und Entwickeln von Veränderungen, Prozessen, Strukturen, Lösungsstrategien, Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima
- Motivieren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
- Förderung der Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Repräsentieren des eigenen Bereichs
- Verkaufen von Ideen und Lösungen
- Unternehmerisches Denken und Handeln
- Entwickeln und Vermitteln von Visionen, Zielen und Strategien
- Initiieren und Umsetzen von Innovationen
- Aufbau positiver Beziehungen zwischen Menschen
- Vermitteln zwischen verschiedenen Personen mit abweichenden Standpunkten, Interessen und Denkweisen

Der Kommunikator
beherscht nicht nur rethorische Ausdrucksweisen. Er weiß auch seine Körpersprache und Stimme der Situation passend einzusetzen um Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter zu motivieren und zu überzeugen. Natürlich gehört bewusstes Zuhören auch zur Kommunikaton und fördert dadurch eine nicht unwesentliche offene Feedbackkultur am Arbeitsplatz. Als Führungskraft vermittelt man all die Dinge auf welche man selber großen Wert legt und vermittelt klar und unmissverständlich was man sich vom Gegenüber erwartet.
Kommunikation kann insbesondere auch motivieren, indem man die richtigen Worte findet. Sie brauchen eine Klarheit in ihrer Ausdrucksweise, sodass keine Missverständnisse entstehen. Vor Allem muss eine Führungskraft eine gute Überzeugungskraft haben, damit alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen können. Kommunikation ist eines der wichtigsten Führungsinstrumente.

Der Manager
Als Manager ist es ihr Ziel effektiv und auch effizient zu arbeiten. Dafür gibt es viele bewährte Techniken. Mithilfe der Effizienz- und Effektivitäts-Tools können Sie Ihren Output vervielfachen, ohne sich zu überarbeiten. Die Techniken sind vermutlich bewusst und ich bin mir sicher das diese von Ihnen auch in ihrem Alltag bestand finden.
SMARTE Zielsetzungen, Eisenhower-Prinzip, ALPEN-Methode, 80/20 Pareto-Prinzip sind ein paar der tagtäglichen eingesetzten Werkzeuge eines jeden Managers.
Vergessen wird nur leider auch oft auf die körperleiche Fitness! Jetzt fragen sie sich sicherlich was das mit üblichen Werkezeugen eines Managers verbindet?
Nun ohne körperlicher Fitness verlieren sie ihre Leistungsfähigkeit!
Der Psychologe
Als Psychologe sollten Sie die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen kennen und jedem Mitarbeiter seinem Charakter entsprechend empathisch begegnen. Sie kennen das Wesentliche über Menschentypen und wissen, wie sie auch mit schwierigen Mitarbeitern eine gemeinsame Basis finden.
Zudem ist unter anderen das Mitarbeitergespräch der Schlüssel zu Ihrem Mitarbeiter. Dieses erfolgreich zu meistern sichert Ihnen den Erfolg. Auch für das Thema Teambuilding sind Sie natürlich verantwortlich – sowohl bei der Einstellung neuer Mitarbeiter als auch im bestehenden Team geht es darum, dass die Mitarbeiter sich als Team begreifen und an einem Strang ziehen.
Der Team-Leader
Von Führungskräften wird erwartet, dass sie über so viel Motivationskraft verfügen, dass sie natürlich auch auf Mitarbeiter überspringt. Nach dem Motto: “Nur wer Feuer in Sich hat kann auch andere entflammen!”.
Als Team-Leader motivieren Sie Ihr Team und delegieren Aufgaben an Ihre Mitarbeiter. Sie geben klare Richtungen vor und sorgen dafür, dass die unternehmerischen Pläne – trotz manchmal unvorhergesehener Schwierigkeiten – erfolgreich umgesetzt werden.
Vor allem die Frage, wie Sie einzelne Mitarbeiter nachhaltig motivieren können, spielt im Alltag eine überragende Rolle. Aber auch die Kunst, Gruppen richtig zu führen, erfolgreich zu verhandeln und den Führungsstil an den jeweiligen Reifegrad des Mitarbeiters anzupassen, gehören zu den notwendigen Leader-Skills.

Der Problemlöser
Als Problemlöser managen Sie die Konflikte innerhalb Ihres Teams und sind verantwortlich für das Change Management: Notwendige und manchmal auch unpopuläre Entscheidungen müssen im Sinne des Unternehmens umgesetzt werden. Von der Fähigkeit, wie Sie Konflikte lösen und notwendige Veränderungen anstoßen, hängt Ihr Erfolg als Führungskraft ab. Sie kennen mehrere Problemlösungs-Tools, die Ihnen helfen, diese Rolle professionell auszufüllen.

Wir sind nicht im Theater
In einigen Fachbüchern und Foren lese ich immer wider vom Begriff der Führungs- „Rolle“. Ja einerseits kann man die Funtkionen entsprechend in „Rollen“ kategorisieren, aber anderseits es geht schlussendlich nicht darum, in eine Rolle der Führungskraft zu schlüpfen und sie – als Schauspieler – gemäß irgendwelcher Unternehmensvorgaben zu spielen. Es geht vielmehr darum, Führungsverantwortung mit dem eigenen Wesenskern auszufüllen. Das nennt man dann eine authentische Führung.
Dazu gehört dqnn ebenso eine gewisse Haltung und das leben der eigenen Werte. Nicht immer ist es einem möglich sich in seiner Aufgabe als Führungskraft vollends frei zu entfalten. Meistens wird schon die Geschäftsführer durch Konzernregeln entsprechend eingeschränkt. So geschieht es auch das die weiteren Führungskräfte ebenfalls noch mehr in ihrem Bewegungsfreiraum eingeengt werden und nicht voll authentisch in ihrer Rolle aufgehen können.
Wie ergeht es ihnen in in ihrer Führunsgaufgabe oder auch als Mitarbeiter?
Wie gehen Sie damit um und können Sie Ihre Rolle leben?

Hinterlasse einen Kommentar