Podcast Episode: Achtsamkeit Und Gesundheit

Alphalauf

Pip: Volker Ehmann — der Blog, das dich daran erinnert, dass du eigentlich gerade atmen solltest. Bewusst, natürlich.

Mara: Volker hat sich in letzter Zeit intensiv mit Achtsamkeit und Meditation beschäftigt, mit Bewegung als Entspannungsmethode und mit dem, was ganzheitliche Gesundheit eigentlich bedeutet. Das zieht sich durch alles, was wir heute besprechen.

Pip: Fangen wir an mit dem langsamsten Sport der Welt — dem bewussten Gehen.

Achtsamkeit: Ankommen beim Gehen

Mara: Die Gehmeditation stellt eine einfache Frage: Was passiert, wenn wir das Gehen nicht mehr als bloßes Mittel zum Zweck betrachten, sondern als die Sache selbst?

Pip: Und die Antwort kommt direkt von Thich Nhat Hanh: „Gehmeditation ist wie ein Spaziergang. Wir haben dabei nicht die Absicht, einen bestimmten Ort innerhalb einer bestimmten Zeitspanne erreichen zu wollen. Entscheidend ist das Gehen, nicht das Ankommen, denn Gehmeditation ist kein Mittel, es ist das Ziel selbst.“

Mara: Was das im Alltag bedeutet: Stress wird abgebaut, negative Gedanken losgelassen, die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich. Und das bei einer Übung, die weder Ausrüstung noch Vorkenntnisse braucht.

Pip: Fünf bis fünfzehn Minuten, jederzeit, überall. Man kann sogar drinnen beginnen — für alle, die beim ersten Versuch im Park lieber nicht beobachtet werden möchten.

Mara: Zur Technik: Atem und Schritte werden aufeinander abgestimmt, drei bis vier Schritte pro Einatmung, vier bis fünf pro Ausatmung. Verschiedene Traditionen — von der Plum-Village-Methode bis zum japanischen Kinhin — gehen das unterschiedlich an.

Pip: Auch die Kraft des Atmens bekommt einen eigenen Beitrag. Bewusstes Atmen durch die Nase aktiviert den Parasympathikus und senkt nachweislich Stress — was erklärt, warum Atem und Bewegung so oft zusammen gedacht werden.

Mara: Und wer glaubt, Träume seien nur Schäume, dem hält ein weiterer Beitrag entgegen: Affirmationen und Mentalarbeit lassen sich direkt in die Bewegungsmeditation einbauen — Entspannung und Zielorientierung als ein Vorgang.

Pip: Vom bewussten Schritt zum messbaren Gehirnzustand — schauen wir, was die Wissenschaft dazu sagt.

Alphalauf: Bewegung als Entspannungszustand

Mara: Beim Alphalauf geht es um eine konkrete neurologische Frage: Lässt sich Entspannung durch Bewegung gezielt herbeiführen, und lässt sich das messen?

Pip: Die Neurologin Univ. Prof. Dr. Eva Körner hat das 2013 untersucht. Das Ergebnis: „Durch die praktizierte Alphalauf-Technik gelangt das Gehirn in einen Zustand, in dem die Alpha-Wellen, mittlere Gehirnwellen, überwiegen. In diesem Zustand ist man entspannt und gleichzeitig hellwach.“

Mara: Konkret heißt das: Hirnströme zwischen acht und dreizehn Hertz, messbar per EEG — auch mit offenen Augen, mit Gesprächen direkt daneben. Der Beitrag beschreibt einen Selbsttest, bei dem genau das nachgewiesen wurde.

Pip: Entspannt und hellwach gleichzeitig — das klingt nach dem Zustand, den die meisten Menschen nach dem dritten Kaffee noch suchen.

Mara: Und was diesen Zustand stützt, ist unter anderem die Nasenatmung, die den Parasympathikus aktiviert. Bewegung, Atem und mentale Fokussierung greifen also ineinander — das ist der Kern der Methode.

Pip: Körper, Geist, Seele — das führt uns direkt zum nächsten Thema.

Gesundheit als Ganzes: Vier Pfeiler, ein Mensch

Mara: Ganzheitliche Gesundheit klingt nach einem großen Wort — aber was steckt konkret dahinter, wenn man es nicht nur als Schlagwort benutzt?

Pip: Der Beitrag zu Körper, Geist und Seele gibt darauf eine klare Antwort: „Der Mensch ist eine Ganzheit.“ Und dann folgt Oscar Wilde: „Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen.“

Mara: Was das bedeutet: Wer nur auf den Körper achtet, greift zu kurz. Gefühle, Psyche, Gedanken und Potenziale gehören gleichwertig dazu. Der Beitrag beschreibt das anhand eigener Erfahrung — Überdisziplin ohne Seele führt geradewegs Richtung Burnout.

Pip: Die vier Pfeiler der Gesundheit machen das noch konkreter: Bewegung, Ernährung, Entspannung und mentale Kompetenz. Fehlt einer, gerät das Ganze aus dem Gleichgewicht.

Mara: Und wer das auf den Arbeitsalltag überträgt, findet im Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung praktische Ansätze — gerade für kleine Unternehmen, die mit wenig Budget viel bewegen können: gemeinsame Lauftreffs, Obstkorb, Schritte-Challenges.

Pip: Gesundheit also nicht als Zustand, den man erreicht, sondern als etwas, woran man täglich arbeitet — Schritt für Schritt.


Mara: Was sich durch alles zieht: Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit sind keine getrennten Disziplinen — sie bedingen einander.

Pip: Und beim nächsten Spaziergang weißt du jetzt: Du meditierst vielleicht schon. Bis zum nächsten Mal.

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